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<title>Fall Fritz Hanke</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Fall Fritz Hanke</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Im <b>Fall Fritz Hanke</b> wurde am 11. Oktober 1963 das erste und für etwa zehn Jahre einzige bundesdeutsche Urteil in einem Prozess gegen einen Schützen an der <a href="Innerdeutsche_Grenze#Grenztote" title="Innerdeutsche Grenze">innerdeutschen Grenze</a> gesprochen.<sup id="cite_ref-Grafe_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-Grafe-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Fritz Hanke war ein <a href="Stabsgefreiter" title="Stabsgefreiter">Stabsgefreiter</a> der <a href="Nationale_Volksarmee" title="Nationale Volksarmee">NVA</a>, der im Februar 1963 aus der <a href="Deutsche_Demokratische_Republik" title="Deutsche Demokratische Republik">Deutschen Demokratischen Republik</a> in die <a href="Deutschland" title="Deutschland">Bundesrepublik Deutschland</a> floh und dort nach wenigen Wochen in Freiheit wegen versuchten Totschlags verhaftet wurde, weil er ein Jahr zuvor einen DDR-Bürger bei einem Fluchtversuch niedergeschossen hatte. Der um diese Tat geführte umstrittene Prozess, in dem das Stuttgarter <a href="Schwurgericht" title="Schwurgericht">Schwurgericht</a> Hanke im Oktober 1963 wegen versuchten <a href="Totschlag_(Deutschland)" title="Totschlag (Deutschland)">Totschlags</a> zu einer Gefängnisstrafe von 15 Monaten verurteilte,<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> galt als Musterprozess und wurde in der Öffentlichkeit auch im Vorfeld durch Medienberichte wahrgenommen.<sup id="cite_ref-zeit_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-zeit-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nach dem <a href="Fall_der_Mauer" class="mw-redirect" title="Fall der Mauer">Fall der Mauer</a> und der <a href="Wiedervereinigung_Deutschlands" class="mw-redirect" title="Wiedervereinigung Deutschlands">Wiedervereinigung</a> kam es von 1991 bis 2004 zu einer Reihe von Gerichtsprozessen, für die sich der Begriff <a href="Mauersch%C3%BCtzenprozesse" title="Mauerschützenprozesse">Mauerschützenprozesse</a> etablierte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fall">Fall</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vorfall">Vorfall</h3></div>
<p>Am 5. Juni 1962 hatte Hanke, damals ein 21 Jahre alter <a href="Grenzsoldat" title="Grenzsoldat">Grenzsoldat</a>, an der Demarkationslinie bei <a href="Schierke" title="Schierke">Schierke</a> im <a href="Harz_(Mittelgebirge)" title="Harz (Mittelgebirge)">Harz</a> auf Befehl seines Postenführers hin aus 120 Metern Entfernung auf den flüchtenden Egelner Arbeiter <a href="Peter_Reisch" title="Peter Reisch">Peter Reisch</a> geschossen. Der 19-Jährige starb am 13. Juli an schweren Kopfverletzungen. Genaue Umstände zu Zeit, Art und Ort seines Todes waren zum Zeitpunkt des Prozesses in der Bundesrepublik völlig unklar. In der DDR hatte der Schütze für sein Handeln die „<a href="Medaille_f%C3%BCr_vorbildlichen_Grenzdienst" title="Medaille für vorbildlichen Grenzdienst">Medaille für vorbildlichen Grenzdienst</a>“ und eine Prämie von 200 <a href="Mark_(DDR)" title="Mark (DDR)">Mark</a> erhalten.<sup id="cite_ref-zeit_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-zeit-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Hanke gab später an, in die Bundesrepublik geflüchtet zu sein, um nicht noch einmal in eine ähnliche Lage zu geraten. Mit seiner dortigen Verhaftung habe er nicht gerechnet. Kompaniekameraden hatten westdeutschen Zöllnern über die Grenze hinweg Hinweise auf Hanke gegeben.<sup id="cite_ref-zeit_3-2" class="reference"><a href="#cite_note-zeit-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei der 1961 in <a href="Salzgitter" title="Salzgitter">Salzgitter</a> eingerichteten „<a href="Zentrale_Erfassungsstelle_der_Landesjustizverwaltungen" title="Zentrale Erfassungsstelle der Landesjustizverwaltungen">Zentralen Erfassungsstelle von Verbrechen zonaler Grenzorgane</a>“, bei der bereits eine umfangreiche Akte zu dem Fall vorlag, konnte daraufhin dem bis dahin noch unbekannt gebliebenen Schützen Hankes Name zugeordnet werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Verfahren">Verfahren</h3></div>
<p>Die Stuttgarter Richter urteilten nach bundesdeutschem Recht und erkannten in der DDR geltende Anordnungen und Gesetze, die den <a href="Schie%C3%9Fbefehl" title="Schießbefehl">Schießbefehl</a> auf <a href="Flucht_aus_der_Sowjetischen_Besatzungszone_und_der_DDR" title="Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR">Republikflüchtige</a> zum Inhalt hatten, nur als schuldmindernd an. Ihrer Ansicht nach hatte sich aber „der Angeklagte auch nach DDR-Recht des (versuchten) Totschlags schuldig gemacht“.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die näheren Umstände der angeklagten Tat konnten in dem knapp eine Woche dauernden Schwurgerichtsverfahren „nur in groben Zügen“<sup id="cite_ref-nachabend_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-nachabend-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> aufgeklärt werden.
</p><p>Aus Sicht der Anklage musste eine Strafe gegen Hanke u. a. die Aufgabe erfüllen, „abschreckend zu wirken und andere Grenzpolizisten davon abzuhalten, auf ihre Landsleute zu schießen“. Die Verteidigung warf dagegen in die Waagschale, dass „der Wunsch nach Wiedervereinigung (…) durch eine Verurteilung in weiten Kreisen der Zonenbevölkerung geschwächt werden [könnte], die ein zweites Nürnberg fürchten müssen“.<sup id="cite_ref-abend_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-abend-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Staatsanwaltschaft beantragte am Ende eine Gefängnisstrafe von drei Jahren wegen vollendeten Totschlags. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine der im Stuttgarter Prozess wesentlichen erörterten Fragen war die, ob <a href="Befehlsnotstand" title="Befehlsnotstand">Befehlsnotstand</a> vorgelegen hatte oder nicht. Ein dreimaliger Schießbefehl, den Hanke von seinem Unterfeldwebel erhielt, sei nach Ansicht des Gerichts kein rechtmäßiger gewesen und könne die Tat daher nicht rechtfertigen. Auch Hanke hätte dies wissen müssen, da er am ersten Prozesstag zugegeben habe, dass er wusste, „daß er den Befehl, eine Toilette mit der Zahnbürste zu reinigen, als unsinnig hätte verweigern können (…) Um wieviel mehr hätte Hanke erkennen müssen, daß er einen verbrecherischen Befehl nicht auszuführen brauchte, bei dem es um ein Menschenleben ging“,<sup id="cite_ref-abend_6-1" class="reference"><a href="#cite_note-abend-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> hieß es in diesem Zusammenhang. <a href="Roman_Grafe" title="Roman Grafe">Roman Grafe</a> zitiert in seinem Buch <i><a href="Deutsche_Gerechtigkeit" title="Deutsche Gerechtigkeit">Deutsche Gerechtigkeit</a>: Prozesse gegen DDR-Grenzschützen und ihre Befehlsgeber</i> (2004) eine weitere Aussage Hankes. So sei „ihm (…) klar gewesen (…) daß es sich bei dem Flüchtling nicht um einen »Agenten, Saboteur und gemeinen Verbrecher« handelte, sondern um einen Menschen, der lediglich <a href="Republikfl%C3%BCchtling" class="mw-redirect" title="Republikflüchtling">die DDR verlassen</a> und andere Lebensbedingungen finden wollte. Auf solche Menschen zu schießen, habe er vor der Tat als zu hart empfunden.“<sup id="cite_ref-Grafe_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-Grafe-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine weitere viel erörterte Frage innerhalb des Verfahrens war die nach der Täter- oder bloßer Teilnehmerschaft Hankes an der Tat. Hierzu entschied das Gericht auf Täterschaft des Angeklagten:
</p>
<ul><li><i>Hanke habe sich die amtlich verbreiteten Parolen des Zwangsregimes zu eigen gemacht. Der Auftrag, auf Menschen zu schießen, die nichts weiter taten, als in die Freiheit zu flüchten, sei ihm zwar unangenehm gewesen, aber doch als notfalls zu erfüllende Pflicht erschienen. Damit sei Hanke zum Prototyp des willigen Befehlsempfängers geworden, dessen Gedanken sich letztlich mit dem Bestreben der Machthaber (…) deckten.</i></li>
<li><i>Hätte Hanke den rechtswidrigen Schießbefehl auf harmlose Flüchtlinge wirklich innerlich mißbilligt, so wäre es ihm nicht schwergefallen, danebenzuschießen. Er habe den Schießbefehl auch in den Wunsch, zu treffen, umgemünzt. Er habe sorgsam gezielt und sei ein guter Schütze. Er hätte den Befehl gar nicht zu verweigern brauchen. Er hätte ihn befolgen können, ohne zu treffen und ohne durch das Nichttreffen in eine Zwangslage zu kommen.</i><sup id="cite_ref-nachabend_5-1" class="reference"><a href="#cite_note-nachabend-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<p>Das Urteil trägt das Aktenkennzeichen Ks 14/63.
</p><p>Hanke wurde nach der Verbüßung von zwei Dritteln seiner Strafe freigelassen.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Diskussion">Diskussion</h3></div>
<p>Das Urteil wurde kontrovers diskutiert.
</p><p><a href="Gerald_Gr%C3%BCnwald" title="Gerald Grünwald">Gerald Grünwald</a> widersprach 1967 in einem wissenschaftlichen Aufsatz<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> der bis dahin geltenden Auffassung, wonach Grenzschützer der DDR in der Bundesrepublik nach westdeutschem Recht abgeurteilt werden dürften. Begehe ein Ausländer im Ausland eine Straftat, so kümmerten sich die deutschen Gerichte im Allgemeinen nicht darum. Sie könnten nur dann bestrafen, wenn die Tat sowohl nach deutschem Recht wie nach dem Recht des Tatortes mit Strafe bedroht sei.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch der <a href="Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands" title="Christlich Demokratische Union Deutschlands">CDU</a>-Bundestagsabgeordnete <a href="Hans_Dichgans" title="Hans Dichgans">Hans Dichgans</a> kam aus anderen Gründen in einem Aufsatz<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zu demselben Ergebnis: Die Vorschriften zum Schutz der „Staatsgrenze der DDR“ seien nur Maßnahmen der <a href="Sowjetische_Besatzungszone" title="Sowjetische Besatzungszone">sowjetischen Besatzungsmacht</a>, die der deutschen Gerichtsbarkeit entzogen seien.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Entwicklung_der_Rechtslage">Entwicklung der Rechtslage</h2></div>
<p>Der Fall Hanke wurde auf der Grundlage der damals herrschenden Auffassung, die DDR sei <a href="Zwei-Staaten-Theorie#Deutschland" title="Zwei-Staaten-Theorie">kein Ausland</a>, unter Anwendung nicht des internationalen, sondern des interlokalen Strafrechts zwar nach dem <a href="Lex_loci_delicti" title="Lex loci delicti">Tatortprinzip</a>, aber eingeschränkt durch den Vorbehalt des <a href="Ordre_public" class="mw-redirect" title="Ordre public">ordre public</a> entschieden. Da am Tatort zwar die Grenz- und Passgesetze der DDR galten, dieses <a href="Grenzregime" title="Grenzregime">Grenzregime</a> der DDR aber als rechtsstaatswidrig angesehen wurde, konnte es die Schüsse auf Flüchtende nicht rechtfertigen.
</p><p>Nach dem <a href="Grundlagenvertrag" title="Grundlagenvertrag">Grundlagenvertrag</a> 1972, mit dem die DDR <a href="Staatsrecht_(Deutschland)" title="Staatsrecht (Deutschland)">staatsrechtlich</a> anerkannt wurde, gingen die Gerichte zur Anwendung des Internationalen Strafrechts über<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> – jedoch unter Anwendung des sog. passiven Personalitätsprinzips (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__7.html">§ 7</a></span> Abs. 1, <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__5.html">§ 5</a></span> Nr. 6 StGB) auf DDR-Bürger.
</p><p>Nach der Wiedervereinigung wurde im <a href="Grundlagenvertrag" title="Grundlagenvertrag">Grundlagenvertrag</a> in <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.buzer.de/s1.htm?g=EGStGB&a=315">Art. 315</a><span style="display:none"></span></span> Abs. 1 <a href="Einf%C3%BChrungsgesetz_zum_Strafgesetzbuch" title="Einführungsgesetz zum Strafgesetzbuch">EGStGB</a> die Anwendbarkeit des DDR-Strafrechts auf Alttaten auf dem Territorium der DDR festgelegt, aber mit der Einschränkung, dass die Tat nach bundesdeutschem Recht ebenfalls strafbar und mit keiner milderen Strafe bedroht wäre; eingeschränkt wurde dies aber wiederum durch Art. 315 Abs. 4 EGStGB, der insbesondere für Verschleppung (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__234a.html">§ 234a</a></span> StGB) und politische Verdächtigung (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__241a.html">§ 241a</a></span> StGB) die Anwendung bundesdeutschen Rechts auch für DDR-Alttaten vorsah. Danach war grundsätzlich auch die Verfassung der DDR anwendbar – es wurde aber in den so genannten <a href="Mauersch%C3%BCtzenprozesse" title="Mauerschützenprozesse">Mauerschützenprozessen</a> unter Berücksichtigung von Rechtsstaatsprinzip und Menschenwürde so ausgelegt, dass tödliche Schüsse in der Regel als unverhältnismäßig und damit rechtswidrig angesehen wurden.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine grundlegende Analyse des Falls Fritz Hanke hat der Historiker Guillaume Mouralis (<a href="Centre_Marc_Bloch" title="Centre Marc Bloch">Centre Marc Bloch</a>) in seinem Buch <i>Une épuration allemande. La RDA en procès. 1949–2004</i> vorgelegt. Dort interpretiert er den Hanke-Prozess als Ausdruck des deutsch-deutschen justiziellen kalten Krieges.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Der_Fall_Fritz_Hanke_in_der_Kunst">Der Fall Fritz Hanke in der Kunst</h2></div>
<p><a href="J%C3%BCrgen_von_Manger" title="Jürgen von Manger">Jürgen von Manger</a> schrieb einen kritisch-satirischen Monolog <i>Juristischer Kommentar</i> (1963), den er in der Fernsehsendung <i><a href="Hallo_Nachbarn" title="Hallo Nachbarn">Hallo Nachbarn</a></i> in der Rolle eines Justizwachtmeisters in Art seiner Paraderolle Adolf Tegtmeier selbst vortrug und der auch im Druck erschien. Kritisiert wurde hier im Kern eine Äußerung im Plädoyer des Staatsanwalts, „der Angeklagte habe es fertig gebracht, als Deutscher auf einen Deutschen zu schießen“, die implizit etwaige Schüsse Deutscher auf Ausländer, etwa „Neger oder Gastarbeiter“, relativiere.
</p><p><a href="Eberhard_Itzenplitz" title="Eberhard Itzenplitz">Eberhard Itzenplitz</a> drehte einen Fernsehfilm nach dem Drehbuch von <a href="Wolfgang_Menge" title="Wolfgang Menge">Wolfgang Menge</a> über das Hanke-Urteil: <i><a href="Begr%C3%BCndung_eines_Urteils" title="Begründung eines Urteils">Begründung eines Urteils</a></i> (1966)
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><cite style="font-style:italic">„Taktisch klug und richtig“</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Der_Spiegel" title="Der Spiegel">Der Spiegel</a></cite>. <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>27</span>, 1991, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>52–71</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13490554.html">online</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Fall+Fritz+Hanke&rft.atitle=%E2%80%9ETaktisch+klug+und+richtig%E2%80%9C&rft.date=1991&rft.genre=journal&rft.issue=27&rft.jtitle=Der+Spiegel&rft.pages=52-71" style="display:none"> </span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Guillaume Mouralis: <i>Une épuration allemande. La RDA en process. 1949-2004 / Deutsche Säuberung. Die DDR vor Gericht. 1949–2004,</i> Paris: Fayard, 2008.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Radbruchsche_Formel" title="Radbruchsche Formel">Radbruchsche Formel</a> (1946)</li>
<li><a href="Werner_Weinhold" title="Werner Weinhold">Fall Werner Weinhold</a> (1975)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelbelege">Einzelbelege</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-Grafe-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Grafe_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Grafe_1-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><a href="Roman_Grafe" title="Roman Grafe">Roman Grafe</a>: <i>Deutsche Gerechtigkeit: Prozesse gegen DDR-Grenzschützen und ihre Befehlsgeber</i>, 2004</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">LG Stuttgart, <i><a href="JuristenZeitung" class="mw-redirect" title="JuristenZeitung">JZ</a></i> 1964, 101; <i><a href="Neue_Juristische_Wochenschrift" title="Neue Juristische Wochenschrift">NJW</a></i> 1964, 63</span>
</li>
<li id="cite_note-zeit-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-zeit_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-zeit_3-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-zeit_3-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">D. Strothmann: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zeit.de/1963/37/der-tod-am-stacheldraht/komplettansicht"><i>Der Tod am Stacheldraht</i>.</a> In: <i><a href="Die_Zeit" title="Die Zeit">Die Zeit</a></i>, Nr. 37/1963.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">zit. n. Roman Grafe: <i>Deutsche Gerechtigkeit: Prozesse gegen DDR-Grenzschützen und ihre Befehlsgeber</i>, 2004</span>
</li>
<li id="cite_note-nachabend-5"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-nachabend_5-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-nachabend_5-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">zitiert nach: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20140808053417/http://www.abendblatt.de/archiv/article.php?xmlurl=/ha/1963/xml/19631012xml/habxml63_26030.xml"><i>Das Urteil von Stuttgart</i>.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 8. August 2014 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) In: <i><a href="Hamburger_Abendblatt" title="Hamburger Abendblatt">Hamburger Abendblatt</a></i>, 12. Oktober 1963, S. 25</span>
</li>
<li id="cite_note-abend-6"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-abend_6-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-abend_6-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20140808053417/http://www.abendblatt.de/archiv/article.php?xmlurl=/ha/1963/xml/19631012xml/habxml63_26030.xml"><i>Das Urteil von Stuttgart</i>.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 8. August 2014 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) In: <i><a href="Hamburger_Abendblatt" title="Hamburger Abendblatt">Hamburger Abendblatt</a></i>, 12. Oktober 1963, S. 25</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20140808053357/http://www.abendblatt.de/archiv/article.php?xmlurl=/ha/1963/xml/19631012xml/habxml63_25938.xml"><i>15 Monate für Hanke</i>.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 8. August 2014 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) In: <i><a href="Hamburger_Abendblatt" title="Hamburger Abendblatt">Hamburger Abendblatt</a></i>, 12. Oktober 1963, S. 1</span>
</li>
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</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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